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Kilimandscharo Vorbereitung

Wie sieht eine optimale Kilimandscharo Vorbereitung aus?

Ist der Kilimandscharo schwierig und welche Art der Vorbereitung brauche ich? Muss ich dazu ein erfahrener Berglöwe sein? Die Antwort lautet: nein! Denn, da der Kilimandscharo technisch gesehen kein schwerer Berg ist, braucht man kein Reinhold Messner zu sein, um den Kilimandscharo zu besteigen. Man braucht keine teuren Kurse zur Vorbereitung auf den Kilimandscharo. Ausgefeilte und professionelle Trainingspläne sind ebenfalls nicht nötig. Auch die Höhe lässt sich ohne größere Erfahrung meistern. Unter dem Strich halten sich die Kosten für die Vorbereitung auf den Kilimandscharo in Grenzen. Aber! Man darf den Kilimandscharo nicht unterschätzen! Denn, obwohl der Kilimandscharo technisch gesehen kein besonders schwieriger Berg ist, handelt es sich bei der Besteigung nämlich um keinen lockeren Spaziergang. Dessen muss man sich bewusst sein. Obwohl die lokalen Behörden keine offiziellen Angaben dazu machen, liegen die Schätzungen bei circa 10 – 40 Toten pro Jahr. Wie kann das sein, wenn es sich doch um eine relativ leichten Berg handelt?

Das Problem mit der Höhe

Die größte Herausforderung ist die Höhe, denn man erreicht immerhin knapp 6.000m. Je höher man kommt, desto geringer wird der Anteil an Sauerstoff in der Luft. Das bedeutet, dass pro Atemzug weniger Sauerstoff den Körper erreicht. Und unter diesen Umständen braucht man mehr Atemzüge, selbst bei den einfachsten Tätigkeiten: Nachts auf die Toiletten zu gehen ist in dieser Höhe viel schwieriger als auf geringer Höhe. Auch das Anziehen am Morgen ist schwieriger. Die Liste kann beliebig fortgeführt werden…

Hier zahlt sich eine gute Akklimatisierung aus. Der menschliche Körper ist nämlich durchaus in der Lage, sich an die Höhe zu gewöhnen. Jedoch braucht er dafür ausreichend Zeit. Wenn man bei der Besteigung des Kilimandscharo ohne Pause jeden Tag höher und noch höher steigt, wird der Körper wahrscheinlich nicht mehr in der Lage sein, die Höhe zu kompensieren. Ein Tag zur Akklimatisierung ist hier Gold wert! Während meiner Besteigung des Kilimandscharo in 2019 habe ich einige Bergsteiger getroffen, die sich keine Zeit für die Akklimatisierung genommen haben und ohne Pause jeden Tag aufgestiegen sind. Ich habe sie alle in der Summit Night wiedergetroffen: Köpfe hängend und frühzeitig auf dem Rückweg, weil sie es nicht geschafft haben.

Kilimandscharo Vorbereitung

Lange Rede, kurzer Sinn: was für eine Kilimandscharo Vorbereitung ist denn nun notwendig und sinnvoll? Auf die Höhe kann man sich bis auf eine vernünftige Akklimatisierung nicht vorbereiten – entweder man verträgt sie oder nicht. Man wird das beim Aufstieg herausfinden. Einige Agenturen bieten hier als Akklimatisierung eine vorherige Tour auf einen niedrigeren Berg an. Das kann durchaus Sinn machen. Es gibt auch keine Faustregeln, denn: Kettenraucher auf dem Gipfel sind ebenso wahrscheinlich wie Leistungssportler, die es nicht schaffen. Wie bereits betont: Akklimatisierung ist der Schlüssel.

Empfohlen als Kilimandscharo Vorbereitung ist generelles Ausdauertraining: Schwimmen, Laufen, Radfahren. Ich persönlich habe ein halbes Jahr im Voraus angefangen, mich mit Laufen und Radfahren vorzubereiten. Als mein Reise startete, lag mein Pensum bei 3x 1 Stunde Laufen pro Woche. Damit habe ich es geschafft.

Mit einer vernünftigen Kilimandscharo Vorbereitung im Kopf ist es jetzt Zeit, an all die Sachen zu denken, die mitgenommen werden müssen. Zeit für die Packliste.